Sie ist das Wahrzeichen Fehmarns und für viele Urlaubsgäste der Moment, in dem der Urlaub wirklich beginnt: die Fehmarnsundbrücke.
Seit 1963 verbindet sie die Ostseeinsel Fehmarn mit dem schleswig-holsteinischen Festland. Wegen ihres markanten Bogens wird sie von Einheimischen und Gästen liebevoll „Kleiderbügel“ genannt.
Die Fehmarnsundbrücke ist rund 963 Meter lang und 21 Meter breit. Ihr charakteristischer Bogen überspannt die Hauptöffnung über dem Fehmarnsund.
Die Spannweite des großen Bogens beträgt rund 248 Meter. Für den Schiffsverkehr steht eine Durchfahrtshöhe von etwa 23 Metern zur Verfügung.
Straße und Eisenbahn wurden auf einem gemeinsamen Brückenbauwerk geführt – eine Besonderheit, die die Fehmarnsundbrücke über Jahrzehnte zu einem wichtigen Bestandteil der Verkehrsverbindung zwischen Deutschland und Skandinavien machte.
Am 30. April 1963 wurde die Fehmarnsundbrücke in Betrieb genommen. Damit erhielt Fehmarn erstmals eine feste Verbindung zum Festland.
Zuvor wurde der Fehmarnsund mit einer Fähre zwischen Großenbroderfähre auf dem Festland und Fehmarnsund auf der Insel überquert.
Der Bau der Brücke war gleichzeitig ein wichtiger Bestandteil des Ausbaus der sogenannten Vogelfluglinie.
Die Vogelfluglinie bezeichnet die direkte Verkehrsroute zwischen dem Raum Hamburg und Kopenhagen über Fehmarn und die dänische Insel Lolland.
Ihren Namen erhielt die Verbindung in Anlehnung an die Zugvögel, die auf ihrem Weg zwischen Mitteleuropa und Skandinavien ebenfalls diese vergleichsweise direkte Route nutzen.
Über viele Jahrzehnte führte die Bahnverbindung über die Fehmarnsundbrücke weiter nach Puttgarden. Von dort wurden Eisenbahnzüge und Kraftfahrzeuge mit Fähren über den Fehmarnbelt nach Rødby in Dänemark transportiert.
Besonders auffällig ist der große Netzwerkbogen über der Hauptöffnung. Seine ungewöhnliche Form gab der Brücke schon früh ihren bekannten Spitznamen „Kleiderbügel“.
Die elegante Konstruktion prägt die Silhouette des Fehmarnsunds und ist schon aus großer Entfernung sichtbar. Sie entwickelte sich schnell zu einem der bekanntesten Wahrzeichen Schleswig-Holsteins.
Seit 1999 steht die Fehmarnsundbrücke unter Denkmalschutz.
Sie gilt nicht nur als bedeutendes Verkehrsbauwerk, sondern auch als herausragendes Beispiel des Brückenbaus der Nachkriegszeit.
Die feste Verbindung zum Festland veränderte Fehmarn nachhaltig. Die Insel wurde wesentlich einfacher mit dem Auto erreichbar und der Tourismus entwickelte sich in den folgenden Jahrzehnten stark weiter.
Noch heute gehört die Fahrt über die Fehmarnsundbrücke für viele Stammgäste fest zur Anreise auf die Insel. Sobald der große Bogen vor ihnen erscheint, ist Fehmarn nicht mehr weit.
Mehr über Fehmarn und seine Geschichte
Mit der Festen Fehmarnbeltquerung und dem Ausbau der Verkehrsverbindungen zwischen Deutschland und Dänemark verändern sich auch die Anforderungen an die Querung des Fehmarnsunds.
Untersuchungen haben ergeben, dass die bestehende Fehmarnsundbrücke für die künftig erwarteten Belastungen des überregionalen Straßen- und Schienenverkehrs nicht ausreichend dimensioniert ist.
Deshalb ist westlich der bestehenden Brücke eine neue Fehmarnsundquerung als Absenktunnel vorgesehen.
Der geplante Tunnel soll etwa 1,8 Kilometer lang werden und vier Fahrstreifen für den Straßenverkehr sowie zwei Eisenbahngleise erhalten.
Der Bau einer neuen Sundquerung bedeutet nicht das Ende der historischen Fehmarnsundbrücke.
Nach den aktuellen Planungen soll die denkmalgeschützte Brücke erhalten und saniert werden. Sie soll künftig insbesondere dem regionalen Straßenverkehr sowie Fußgängern und Radfahrern dienen.
Damit bleibt der „Kleiderbügel“ auch in Zukunft ein Wahrzeichen und eine Verbindung zwischen Fehmarn und dem Festland.
Auch die Umgebung des Fehmarnsunds lässt sich gut mit dem Fahrrad erkunden. Von hier ergeben sich immer wieder besondere Ausblicke auf die Brücke und die Ostsee.
Aktuelle Informationen über die Fehmarnsundbrücke und die zukünftige Verkehrsverbindung finden Sie beim Tourismus-Service Fehmarn.